Emmas Reisen

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Dänemark 2017

Urlaub 2016/2017Posted by Christiane Sat, February 24, 2018 16:22:43

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Dänemark, die Erste (jedenfalls für Chrissi), 26.08.-03.09.2017

Galerie

Route: Goslar- Friedrichstadt- Römö- Ribe- Blavand- Holmsland Klit- Hanstholm-Lokken- Hirtshals- Skagen- Saeby- Aalborg- Ebeltoft- Aarhus- Goslar

Samstag, 26.08.2017

Start mit Hindernissen: Die erste Retoure machen wir beim Cineplex, weil ich meine Jacke (!) vergessen habe, die zweite – kurz hinter Hannover (IKEA) – weil Hartmut keinen Perso (!!) dabei hat (und z.Z. wird bei der Einreise in Dänemark wieder kontrolliert), das Risiko, nicht über die Grenze zu kommen, wollen wir nicht eingehen – 200 km plus. :-(

Gegen 18.30 Uhr erreichen wir ohne weitere Zwischenfälle das Holländerstädtchen Friedrichstadt. Der Stellplatz ist blitzblank und ein freies Plätzchen gibt es auch noch für uns. Allerdings ist die selbsterklärende Technik für uns nicht ganz verständlich, mit Nachbars Hilfe klappt dann aber auch der Stromanschluss.

Stellplatz

Kurz vor dem Ort hatten wir ein Hinweisschild auf einen "Geschlechterfriedhof" gesehen... ???

Der Geschlechterfriedhof Lunden – Ruhestätte der Regenten

Der Lundener Geschlechterfriedhof ist ein einzigartiges Zeugnis der Landesgeschichte. An keinem anderen Ort ist die berühmte „Dithmarscher Bauernrepublik“ (1447-1559) noch heute so deutlich sichtbar wie auf diesem alten Kirchhof.

Wir machen uns auf, das Zentrum zu erkunden und erfahren, dass heute Kulturnacht ist, viel Betrieb in den Straßen und den teilnehmenden Häusern, da es warm ist, sind auch die Straßen und Plätze gut besucht. Wir entschließen uns, das örtliche Fischlokal aufzusuchen, um unseren Hunger zu stillen. Wir werden nicht enttäuscht; grüne Heringe, Rotbarschfilet und Bratkartoffeln, reichlich und gut!

Sonntag, 27.08.2017

Da es recht kühl ist, bleiben wir zum Frühstück drinnen, zum Glück, denn plötzlich gibt es einen ordentlichen Regenschauer...

Bei der Einreise nach DK werden wir nicht (!) kontrolliert, es ist auch nur ein kleiner Übergang.

Auf dem Damm nach Römö kommt uns ein Mähdrescher entgegen, der sich ein wenig zu nah an die Betonleitplanke "schmiegt", rums !?

Römö

Der Strand ist voll von Fahrzeugen, ich bin begeistert, alle fahren kreuz und quer, parken, sonnen sich, Tisch und Stühle neben den Autos, Drachen steigen...

Bei strahlenden Sonnenschein und frischer Brise laufen wir am Strand entlang, Hartmut geht mit den Füssen ins Wasserr (das seh ich zum ersten Mal, die zahlreichen Urlaube haben Spuren in der Erinnerung hinterlassen). Auf dem Rückweg gibt es erstmal Poelser am Wagen, einmal Danske, einmal Franske.

Der Mähdrescher steht immer noch auf dem Damm – der Schaden schein etwas größer zu sein, die Leitplanken sind leicht nach außen gedrückt.

Unser nächster Halt ist Ribe, die älteste Stadt Dänemarks, sie ist klein und – so sagt man – der Inbegriff dänischer "Hyggeligkeit". Fachwerkhäuser in leuchtenden Farben reihen sich aneinander, Rosensträucher und Hortensien wuchern an den Wänden und in den Vorgärten, schmale, krumme Gassen schlängeln sich durch den Ort; am kleinen Wehr kann man dem Rauschen des Wassers lauschen, auf die schaukelnden Boote schauen und dabei die Zeit vergessen.

Ribe

Ribe Dom

Am Hafen von Esbjerg vorbei, an den "mennesket ved havet" vorbei fahren wir um die Ho-Bucht und kommen durch Hjerting. Hier sieht man die eine oder andere Villa an der Uferstraße stehen.

Hafen Esbjerg

Mennesket ved havet

Der geplante CP in Ho existiert nicht mehr, deshalb fahren wir zurück nach Blavand zum Hvidbergstrand. Mit dem Rad machen wir noch eine Tour nach Blavand und Blavands Huk zum Leuchtturm. Das Wetter ist top und die Landschaft gefällt mir sehr gut.

SU Blavand

Abends ist es frisch und wir essen drinnen – Nudelsuppe – anschließend spielen wir noch ein paar Runden Kniffel.

Montag, 28.08.2017

Harti holt Rundstykker – hier kennt er sich aus ;-)) ... Duschen, Frühstück draußen, dann mit dem Rad nach Ho und Skallingen. Das Schäferhaus ist jetzt ein Museum (erst vor kurzem Minenräumung). Wir vertäuen die Fahrräder und laufen zur Spitze der Halbinsel. Harti watet durch die Ebbeseen und fotografiert die sichtbaren Überreste der "Esperanza", die Spanten. Wildgänse fliegen im Schwarm zu Hunderten von Esbjerg in Richtung Norden.

Skallingen Strand

Auf dem Rückweg, etwas entfernt von der Wasserlinie, finden wir zahlreiches Strandgut: Schuhe, Handschuhe, Holz und Muscheln.

Skallingen Land

Zurück nach Blavand sind es ca. 15 km, hier gönnen wir uns erstmal ein Eis (gut für die kommende Aufregung!). In der Rogeri kaufen wir zunächst geräucherten Fisch (die Preise sind gesalzen). Im Supermarkt brauchen wir T-Papier, nehmen noch Schweppes und Ginger Ale mit und Hartmut zeigt mir alle Köstlichkeiten, die die Familie früher immer geliebt hat. An der Kasse ist Panik, weil Chrissis Portemonnaie weg ist smileyWir laufen noch 2x durch den Markt, fragen in der Rogeri nach und sagen an der Kasse, am Kiosk und auch in der Touristinformation Bescheid.

Kein schöner Abschluß! Zurück am CP wollen wir die EC-Karte sperren. Die allseits bekannte Nummer 116 116 funktioniert nicht!?!?! Just in diesem Moment ruft Julia vom Supermarkt an: Das ist Portemonnaie ist da!!!smiley

Chrissi kippt schnell ihren Drink und radelt dann wie der Blitz zurück in den Ort. 10 € Finderlohn ist Minimum, selbst das wollen die Mädels nicht annehmen. Das Portemonnaie lag übrigens unter dem Warenband an der Kasse, Chrissi hatte es beim Einkauf unter den Arm geklemmt und wahrscheinlich ist es beim Ablegen der Schweppes-Flaschen heruntergefallen – so wie der Stein von ihrem Herzen, als der Anruf vom Supermarkt kam.

Der Abend ist sonnig und einem kalten Abendessen mit Räucherfisch und Remoulade gehen wir nochmal an den Strand. Hier ist ein neuer Steg gebaut worden. Wie viele andere auch, schauen wir uns den schönen Sonnenuntergang an, schlendern zurück zu unserer "Emma" und schauen noch einen Film ("Die Vergessenen").

Dienstag, 29.08.2017

Die Sonne meint es wieder gut mit uns. Wir fahren heute durch die Kallesmaersk Hede, ein Truppenübungsgebiet, das manchmal auch gesperrt ist. In Vejers fahren wir über den Strand (das findet Chrissi toll) und durch das Ferienhausgebiet und kaufen Bolcher in der Drops Kogeri. - Dann geht es weiter, vorbei an Graerup und Borsmose, nach Henne Strand – kurze Durchfahrt -, am Blaabjerg halten wir, steigen die Treppen hoch und haben einen schönen Rundblick.

Vejers Autostrand

Henne Strand

Blaabjerg

In Norre Nebel kaufen wir beim Slagter ein und genehmigen uns einen Kaffee mit Wiener Stang, dann weiter nach Hvide Sande, wo wir am Hafen entlang gehen und in der Rogeri einen Sild Burger verspeisen.

Weiterfahrt über Holmsland Klit bis Ringkobing – Endstation für heute – Stadtrundgang, Bernsteinanhänger und Käseschneider gekauft. Stellplatz am Yachthafen, hinter dem Rädhus. Das Fischlokal hat leider geschlossen, also gibt es "Flaeskesteg" mit Rotkohl im Burgerbrötchen – ganz lecker! Später spielen wir noch ein paar Runden St-La-Fl.

Nymindegab Museum

Hvide Sande "Rad Reparateur"

Mittwoch, 30.08.2017

Heute ist Hanstholm unser Ziel. Vorher halten wir am Bovbjerg Fyr und wandern über eine Treppe die Lehmklippen hinunter - die sind hier 40 m hoch und schön anzusehen - , am Strand entlang bis zum kleinen Ort Ferring. Es gibt hier ein winziges Museum*, dass wir uns anschauen und dann oberhalb der Klippen auf dem neu angelegten Weg wieder zurück wandern. Der Leuchtturm leuchtet burgunderrot bevor die Sonne ganz hinter den Wolken verschwindet.

*Jens Søndergaards Museum in Bovbjerg.

The Jens Søndergaard Museum is placed on the outermost edge of the cliff, at the village of Ferring, in a magnificent setting, the museum with its fine small collection of seascapes and other motifs from the area offers you the possibility of combining the experience of art and nature.

Das Bunkermuseum in Hanstholm ist zwar ausgeschildert, aber trotzdem nicht leicht zu finden, noch weniger das Zentrum, es gibt wohl auch kein richtiges, nur ein Shopping Center, dem wir nach dem Bunkermuseum noch einen kurzen Besuch abstatten (wegen Appetit auf Eis).

Bovbjerg oben und unten

Das Museum zeigt die Geschichte der deutschen Besatzung in Hanstholm, ihre Auswirkungen und Folgen auf die Einwohner sowie das Leben und die Aktivitäten der deutschen Besatzer – interessant und sehenswert. Zum Abschluss machen wir noch eine Fahrt mit der historischen Mun-Bahn durch das Gelände – es scheppert ordentlich.

Stellung Hanstholm

Von hier aus geht es nun noch ca. 100 km bis nach Lokken, Strandcamping. Obwohl das Wetter nicht optimal ist, müssen wir heute unsere gestrige "Beute" vom Slagter aus Norre Nebel verarbeiten, sprich: grillen ist angesagt. Nach dem Essen kommen wir noch kurz mit 2 Cottbussern (eigentlich Sprembergern) ins Gespräch, die sich in geringer Entfernung von uns aufgestellt haben.

Nachts muss Harti die Markise einfahren – heftiger Wind ist aufgekommen.

Donnerstag, 31.08.2017

Wir frühstücken wieder draußen – allerdings unter der Markise. Nochmals gibt es ein paar kurze Wortwechsel mit den Nachbarn, bevor es zum Rubjerg Knude geht. Es ist der höchste Punkt der Steilküste von Lonstrup, eine etwa 70 m hoch Wanderdüne – beeindruckend! Wir machen eine schöne Wanderung.

In Hirtshals wollen wir ein Fischbrötchen essen oder wenigstens Brötchen und Fisch kaufen, jedoch, kein Fischladen, keine Bageri (die scheinen auszusterben???) zu finden; also begnügen wir uns mit einem Eis und fahren weiter nach Grenen, ans dänische Nordkap wo sich Skagerrak (wild) und Kattegat (sanft) küssen. Hartmut steht mit je einem Bein in der Nord- und in der Ostsee ;-)

In Skagen schaffen wir es mit Googles Hilfe den Fischladen am Hafen zu finden, die Brötchen holen wir beim Super Brugsen und für unser kleines Picknick kommt sogar die Sonne heraus.

Einen Stellplatz finden wir heute am Hafen von Saeby, ein wirklich niedliches Örtchen, allerdings mit wenig Infrastruktur. Nach einem Rundgang wird heute in der Emma gekocht, abgewaschen und noch ein bisschen aufs Meer geschaut.

Hafen Saeby

Freitag, 01.09.2017

Einen Bäcker oder Supermarkt suchen wir wieder mal vergeblich;aber nach ca. 30 km Fahrt endlich ein Super Brugsen mit Bageri, in der wir leckere Brötchen erstehen. Nach weiteren 10 km erreichen wir einen ruhigen Stellplatz auf einer Wiese bei Flauenskjold.

Gestärkt steuern wir später Aalborg an, am Limfjord gelegen ca. 160.000 Einwohner und die viertgrößte Stadt Dänemarks. Die Akvavit-Fabrik in der Nähe des Hafens, wo wir parken, ist seit 2015 nicht mehr in Betrieb, selbst das Museum scheint dauerhaft geschlossen.

Aalborg alt

Wir schlendern an der Hafenpromenade entlang bis zum Konservatorium und sehen viel interessante Architektur.

In der FGZ ist reichlich Getümmel, das Angebot vielfältig und zum Teil speziell skandinavisch. Eine Eisbar finden wir leider nicht und weichen daher auf Espresso aus.

Nach ca. 2 h Fahrt landen wir in Ebeltoft, bekommen einen Stellplatz direkt am Ufer des Ebeltoft Vig, einer Meeresbucht im Kattegat und beschließen, den restlichen Abend mit der schönen Aussicht auf die Bucht und den Sonnenuntergang hier zu verbringen. Das Abendessen besteht heute aus Penne mit Pesto und Parmesan.

Ebeltoft

Auf dem Weg hierher hatten wir ein Schild mit der Aufschrift "Hamlets Grav" gesehen und bei Wikipedia folgendes herausgefunden:

Unter dem Namen Hamlets Grab firmieren zwei dänische Grabhügel, darunter der bronzezeitliche abgeplattete Rundhügel auf Djursland.

Samstag, 02.09.2017

Heute morgen nur 10°C, Frühstück also drinnen, obwohl die Sonne herrlich scheint. Beim späteren Spaziergang durch Ebeltoft wird es dann langsam etwas wärmer. Wir sehen viele Touris, eine Datsun-Oldtimer-Ausstellung auf dem zentralen Platz und eine Hochzeit, viele Geschäfte und Kunsthandwerker (vor allem Glasbläser). Wir kaufen einige Souvenirs (Bilder, Butterdose, T-Shirt) und reisen dann weiter nach Aarhus, um „Den Gamle By“ (Die alte Stadt) zu besichtigen. Eintritt für Chrissi 18,61, Hartmut nix, wie auch schon im Bunkermuseum.

Den Gamle By

Es handelt sich hier um ein lebendiges Museum mit Wohnvierteln, Gärten, Geschäften und Werkstätten aus verschiedenen Epochen. Man kann auch Personen begegnen, die wie damals gekleidet sind, sich wie damals benehmen und man kann mit ihnen sprechen. Im ältesten Teil gibt es eine echte“ Pfarrerswitwe“ im Pfarrhaus aus dem 17. Jh., in den 1920 Jahren kommen Autos hinzu und ein Postbote in Uniform geht durch die Straßen und unterhält sich mit den Besuchern. Das dänische Wirtschaftswunder ist im modernen Viertel der 1970 Jahre zu sehen.

Beim Bäcker kaufen wir Vanillekringel und im Eisenwarenladen einen Salzlöffel. Zum Abschluss hören wir noch ein paar schöne Klänge von den „Spielleuten“ - ziemlich rockig.

Unser Platz für die Nacht ist der Strandcamping am Hafen Horsens, sehr idyllisch, direkt am Wasser gelegen. Vorher haben wir uns in der Stadt mit Burger und Fish'n Chips gestärkt (plus 1 Bier und 1 Wein für 60 €)

Sonntag, 03.09.2017

Heimfahrt. Hier an dem großen Grenzübergang sehen wir jetzt auch die Kontrollhäuschen allerdings nur für "Reinfahrer".

Fazit: Wir hatten definitiv großes Glück mit dem Wetter und natürlich auch mit dem verlorenen Portemonnaie. Chrissi hat ihr erster Dänemarkurlaub sehr gut gefallen und Harti sein wohl 23. (nach gut 10 Jahren Pause) auch. Restaurantbesuche sind teuer und auch die zahlreichen Loppemarkeds (Trödelläden) haben im Gegensatz zu Deutschland gepfefferte Preise. Die Landschaft ist wunderschön, vor allem die Küstenlinie. Naja, das Wetter, das kann eben so oder so sein.....





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