Emmas Reisen

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Sizilien

Urlaub 2016/2017Posted by Christiane Sun, February 11, 2018 14:41:03

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Sizilien - 22.-29.10.2016

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Samstag, 22.10.16

Ankunft nachmittags am Flughafen von Catania, Auto abgeholt, ca. 1,5 h Fahrt bis zum Hotel hoch über dem Meer in Taormina.

Für heute ergattern wir einen Parkplatz direkt vor dem Hotel.

Zu Fuß sind es nur wenige Minuten bis zur FGZ den "Corso Umberto". Das Wetter ist angenehm warm. Als erstes gönnen wir uns ein leckeres italienisches Eis, wie es die Einheimischen am späten Nachmittag auch oft tun. Die FGZ ist gut besucht, das Städtchen ist hübsch anzusehen, hier und da eine Piazza, enge und auch steile Gassenund Gäßchen, zahlreiche Geschäfte, Bars und Restaurants. Zum Aperitif gibt es reichlich zu Knabbern, sodass wir beim späteren Abendessen gar nicht so hungrig sind und mehr von der Aussicht auf die Piazza IX Aprile, als vom Geschmack unserer Gerichte angetan sind. Die Bedienung trägt ein wenig zur Erbauung bei, denn der ziemlich betagte Kellner bemerkt, dass wir die kunstvoll gefalteten Servietten bewundern und gestaltet uns gleich noch einige weitere Modelle.

Auch der Blick über die Brüstung am Rande der Piazza auf die Küste, die Bucht von Giardini Naxos und den Umriss des Ätna in der Ferne ist bemerkenswert.

Sonntag, 23.10.16

Nach einem passablen Frühstück erklimmen wir die Anhöhe zum Teatro Amphitro (auf einem Plateau des Monte Tauro gelegen), dem griechischen Theater (es ist das zweitgrößte auf Sizilien nach dem Theater in Syrakus) und wohl großartigsten Denkmal von Taormina.

Auch hier ist die Aussicht auf die Küste und den Ätna zusammen mit der Kulisse des Theaters faszinierend (wie übrigens auch von unserem Hotelzimmerbalkon!). Im "Orchester", der flache Bereich in der Mitte unterhalb des Zuschauerraumes, versucht junge Mutter ihrem 5jährigen Sohn einen kleinen Eindruck vom Theaterspiel zu vermitteln... Eine Aufführung unterm Sternenhimmel in dieser Kulisse (finden im Sommer statt) ist sicher faszinierend.

Der Abstieg führt uns vorbei (und auch hindurch) an Taorminas Stadtgarten, auch Parco Duchi di Cesarò genannt, ein englischer Garten (angelegt gegen Ende des 19. Jh.) in mediterraner Umgebung und mit herrlicher Aussicht aufs Meer. Auffallend sind die Vogelhäuser, bizarre Bauwerke aus Ziegelstein, die zur Beobachtung von Vögeln angelegt wurden, des weiteren gibt es kleine Tempel und Skulpturen, Baumarten aus aller Welt sowie ein Kriegerdenkmal und eine Allee aus Ölbäumen zu Ehren der gefallenen Soldaten.

Unten am Strand liegt die Isola Bella, durch eine Sandbank mit dem Strand verbunden und seit 1998 vom WWF zum Naturschutzgebiet erklärt, da hier einige seltene Tier- und Pflanzenarten zu finden sind. Gegen eine Gebühr kann der nördlich Teil der Insel besichtigt werden.

Leider setzt Regen ein und so nehmen wir die Seilbahn, um wieder in das hochgelegene Zentrum von Taormina zu gelangen. Kurz vor unserem Hotel stoßen wir auf die Pizzeria Etna, in der wir vorzüglich speisen (und nicht zum letzten Mal!).

Montag, 24.10.16

Heute starten wir mit dem Mietauto Richtung Norden, der Fahrstil der Einheimischen bringt Hartmut leicht an den Rand der Verzweiflung, nach kurzer Zeit passt er sich jedoch den sizilianischen Verhältnissen an.

Kilometer machen wir nicht so viele, aber es dauert bis wir Messina erreichen und einen Parkplatz finden. Am Hafen liegt eine deutsche Fregatte, auf deren Decks sich eine große Zahl Geflüchteter – wahrscheinlich aus Afrika – aufhält. Einige stehen auch in einer Schlange vor einem Zelt auf dem Hafengelände vor dem Schiff, einige Männer sitzen in kleinen Grüppchen entlang des Zaunes. Ein bedrückendes Gefühl macht sich beim Anblick dieser Suchenden, Vertriebenen, hoffenden Menschen in uns breit.

Wir laufen noch ein wenig durchs Zentrum, welches einen etwas heruntergekommenen Eindruck macht und so fahren wir nach einem kleinen Imbiss an der Hauptstraße weiter Richtung Nordostspitze der Insel (https://de.wikipedia.org/wiki/Capo_Peloro). Nahe der Spitze liegt Torre Faro, ein Ortsteil von Messina, mit einem Leuchtturm, von dem der Ort und die alternative Bezeichnung des Kaps ihren Namen haben. In unmittelbarer Nähe des Kaps steht der sizilianische Mast der Stromleitungskreuzung der Straße von Messina. Hier laufen wir bei kräftigen Wind noch ein Stück durch den Ort bis zum Leuchtturm.

Zurück in Taormina entdecken wir beim abendlichen Spaziergang durch den Ort ein kleines Haushaltswarengeschäft, welches im Schaufenster mittels eines Videos Werbung für eine kleine Espressomaschine namens "Kamira" macht. Das Prinzip gefällt uns und wir beschließen, uns den Apparat näher anzuschauen, sobald der Laden geöffnet hat.

Zum Abendessen lädt uns die Karte in der Enoteca ein... eher die Weinkarte, das Speisenangebot ist nicht sehr umfangreich, trotzdem, die Antipastiplatte und den Burger, für die wir uns entscheiden, sind schmackhaft.

Dienstag, 25.10.16

Unser Ziel ist Siracusa (Syrakus), an der südöstlichen Küste der Insel gelegen; Weltkulturerbe mit zahlreichen antiken Bauwerken und archäologischen Stätten und ein bedutendes Zeugnis der Entwicklung der Zvilisation des Mittelmeerraumes über mehr als drei Jahrtausende; in der Antike eine der schönsten und größten Städte, zeigt sich hier eine Architektur, die von verschiedenen Kulturen (griechisch, römisch, Barock) geprägt ist.

Sieben Kilometer nordwestlich der Stadt erreichen wir zunächst im Stadtteile Belvedere das Castello Eurialo, eine antike Befestigungsanlage. Hier streifen gerade mehrere Studenten umher, die anscheinend Daten für eine Projektarbeit sammeln.

Unsere nächste Station ist der Parco Archeologico della Napoli, eine recht große Anlage mit antiken Bauwerken, wie das Teatro Greco, eines der größten griechischen Theater, in dem im Sommer regelmäßig Konzerte und Theateraufführungen stattfinden. Weitere Bauwerke sind der Opferaltar, das römische Amphitheater. In über zehn großen Steinbrüchen wurden Kalksteine zum Aufbau der antiken Stadt gewonnen. Interessant war die Begehung des "Ohr des Dionysios", eine künstliche, in den Fels gehauene Höhle, in deren Inneren tiefste Dunkelheit und eine beachtliche Akustik beeindrucken.

Griechisches Theater

Römisches Amphitheater

„Ohr des Dionysios“

Der letzte Halt für heute ist Ortigia, das historische Zentrum von Syrakus. Wir parken an der Bus-Station und gehen dann über die Ponte Umbertino auf die Piazza Emanuele Pancali, lassen uns durch die Gassen treiben, essen eine Caponata a la siciliana in einer schattigen Seitengasse der Hauptstraße, eine weitere Spezialität sind die Cannoli (Cremerollen), die es gleich neben der Eisbar gibt. In der Nähe des Domes entdeckt Chrissi eine wunderschöne italienische Bar mit einer bombastischen Espressomaschine, natürlich muss sie hier erstmal einen Espresso a l banca (am Tresen) zu sich nehmen.

Köstlich! Und der Preis erst, gerade mal 0,90 €...

Zurück im Hotel machen wir erstmal eine kleine "Siesta" (geht auch in Italien), später kehren wir noch bei der nahegelegenen Pizzeria "Etna" ein, wo wir schon am Sonntag gegessen hatten. Eine Entdeckung, die wir später zu Hause öfter nachmachen, ist eine Insalata di Arancia mit Orangen, Fenchel, Kapern und Oliven – kann auch gut mit gehackten Walnüssen, Pistazien oder gerösteten Pinienkernen verfeinert werden).



Mittwoch, 26.10.16

Nachdem wir dem Etna auf der Insel schon in vielfachen Namensgebungen begegnet sind, müssen wir uns nun auch mal dem echten nähern, erklimmen werden wir ihn sicherlich nicht, aber vielleicht umrunden.

Wir fahren gen Westen, um den Vulkan von der Nordseite zu sehen, biegen dann aber vorher wieder nach Süden ab, bis zum Parkplatz Piano Provenzana – Ausgangspunkt für die Wanderungen – wir steigen kurz aus, wollen aber nicht rauflaufen und fahren weiter nach Zafferana Etnea.

Unterwegs halten wir nochmal an einem Aussichtspunkt an; bedrückend sind die Reste von Häusern, die zwischen den Lavaspuren noch zu erkennen sind. In Z.E. essen wir auf dem Hauptplatz der von Restaurants gesäumt ist und von dem man eine gute Aussicht in die Landschaft Richtung Küste hat.

Über Giarre, Riposto bis geht es bis Naxos, kurzer Gang bis zur Isola Bella, hier ist viel Betrieb und wir machen uns langsam auf den Heimweg.

Abends in der Stadt haben wir Karten für die Aufführung "Italian Opera" im Teatro San Giorgio reserviert. Von einem Pianisten und 2 Sängern (1 Mann, 1 Frau) werden diverse Arien aus bekannten italienischen Opern vorgetragen. In der Pause gibt es 1 Gläschen Prosecco und Knabbereien auf der Terrasse, die oberhalb des Zentrums liegt.

Zum Schluß gibt es noch etwas leichtere Musik: Funiculì, Funiculà (Ein volkstümlich gehaltenes Lied in Neapolitanisch aus dem Jahr 1880, das aus Anlass der Eröffnung der Standseilbahn auf den Vesuv komponiert wurde.). Als Zugabe hören wir das Hochzeitslied aus "The godfather", Brucia la terra.

Den Abend beschließen wir in einer kleinen Bar "Re" und kommen dabei mit einer jungen Familie aus Paderborn ins Gespräch.

Donnerstag, 27.10.16

Über die Berge nach Tindari (es regnet), als wir ankommen scheint die Sonne. Der Ort liegt auf dem Gebirge Capo Tindari am Thyrrenischen Meer.

Sehenswert sind die riesige Wallfahrtskirche mit der schwarzen Madonna sowie die Ausgrabungen des antiken Tyndaris. Von der großen Terrasse vor der Kirche genießen wir jedoch erstmal den Blick auf die Lagune von Tíndari.

Freitag, 28.10.16

Ganz in der Nähe von Taormina liegt Giardini Naxos, eine maritime griechische Ausgrabungsstätte, die wir uns anschauen.

Danach gehen wir ein gutes Stück am Strand entlang, der Wind bläst kräftig, trotzdem können wir draußen sitzen und unseren Aperitif mit Blick auf das Meer genießen.

Zum Abschluss genießen wir noch einmal die gute Küche der Pizzeria Etna. Das Restaurant ist gut besucht und aufgrund der Kühle, sitzen alle drinnen.

Samstag, 29.10.16

Heimflug über den Stromboli



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