Emmas Reisen

Emmas Reisen

Bretagne September 2016

Urlaub 2016 -Posted by Christiane Mon, March 13, 2017 11:11:46
Balkan ruft 2016


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Schon seit längerem hatten wir vor, mal in die Bretagne zu fahren. Leider kamen wir bei diesem Urlaub nicht bis zur westlichsten Spitze Frankreichs, aber
"Heute ist nicht alle Tage,..."


Galerie
Hin und ...

Freitag, 02.09.2016

In Wetzlar/Lahn ist Brückenfest und der Stellplatz auf der Lahninsel besetzt. 3,5 außerhalb finden wir auf dem CP an der Dill noch ein Plätzchen, dass uns freundlicherweise 2 schwedische Pärchen überlassen, weil die lieber enger zusammenstellen wollen . Auch am Strom dürfen wir uns bei Ihnen anschließen. Eine der beiden Frauen ist gebürtige Berlinerin und in Schweden verheiratet. - Wir gehen später in das griechische Restaurant und essen dort ganz lecker Omelett, Zaziki, Lukullus-Platte plus 2 Bier und 1/2 l Wein für 35,-- €.



Samstag, 03.09.2016

Stadtbummel in Wetzlar´s historischer Altstadt. Hier gibt es ein "Klaa Frankreich", das kommt von Einwanderern aus der Wallonie im 16. Jh. - Goethe lebte hier (1772) und fand sein Vorbild für "Die Leiden des...", seine Angebetete Charlotte Buff ist hier geboren. - Am gotischen Südportal des Doms finden sich unter der Maria die Figur des Jesus und des Teufels. - In der FZG spielt ein junger Mann Akkordeon (in nicht mehr so gutem Zustand), eine Musikerin bleibt stehen und lobt sein Talent. Eine Frau verkauft selbst gemachte Macarons und andere "Snacks", die wir uns nicht entgehen lassen.. Am Stadtrand liegt das Leica-Werk, nicht zu übersehen.

Weiter geht es nach Daun; Touristen gibt es nur wenig, dafür ein Burghotel mit toller Aussicht. Kurzer Einkauf, dann zum Schalkenmehrener Maar. Hier ist es uns zu voll und so fahren wir zum Pulvermaar. Der CP liegt auf der Kuppe in einem Wäldchen. Hier ist es ruhig und die Aussicht bestens! Der Rundgang um das Pulvermaar dauert ca. 1 h. Dann kochen wir und genießen den Blick auf die Eifellandschaft.


Sonntag, 04.09.2016

Heute schauen wir uns das Vulkanhaus in Strohn an - sehr interessant und lehrreich . Am Ortsrand liegt die "Strohner Bombe", eine geologische Besonderheit und wirklich eindrucksvoll. Die "Lavabömbchen" im Café gibt es z.Z. leider nicht. Im Steinbruch ist Familienfest, hier können "Glückspilze" eine Rallyefahrt durch den Tagebau gewinnen und wir erleben eine Greifvogelschau.

Als wir in Manderscheid ankommen regnet es und so wird unser Spaziergang nur kurz. Beim Silberschmied kaufe ich noch eine Lava-Anhänger, bevor wir in der "Alten Molkerei" frische polnische Piroggen verspeisen. - Am späten Nachmittag landen wir auf dem Stellplatz in Trier, der recht gut besucht ist. Das Wetter ist wieder bestens, warm und trocken und so machen wir uns noch auf den Weg in die Stadt (ca. 4 km). (Wir waren vor ein paar Jahren schonmal kurz hier). Wir umrunden die Porta Nigra, gehen in den Dom (auch durch die "Heilige Pforte") und landen dann auf dem Marktplatz, wo wir uns an einem gut besuchten Weinstand ebenfalls einen Aperitif gönnen. Hier bietet im Sommer alle paar Tage ein anderer Winzer seine Weine zum Verkauf an. Der Rückweg führt uns noch durch die Kaiserthermen und als wir am Auto ankommen, sind wir ziemlich geschafft für heute.
Montag, 05.09.2016

Heute fahren wir durch ein schönes Tal in Luxemburg, bevor wir Arlon in Belgien erreichen. Hier umrunden wir den Burgberg und kaufen einige Pralinen. Die meisten Geschäfte sind allerdings Montags geschlossen, wie wir dies schon in den Niederlanden gesehen hatten. -
In Sedan platzieren wir uns auf dem CP direkt an der Meuse; nebenan werden gerade große Zelte aufgebaut, da am Wochenende ein großes Stadtfest und wahrscheinlich auch ein Viehmarkt stattfindet. In der Touristinformation besorgen wir uns einen Stadtplan und laufen dann zur ehemals größten Festungsanlage Europas (jetzt z. Teil als Hotel genutzt) am Rande des Zentrums – ein mächtiges Zeugnis der Geschichte.

Nach dem Abstieg nehmen wir Pastis und Weißwein (Bourgogne Aligot) am Place d'Armes, bevor wir noch ein paar Amuse gueules für das Abendessen besorgen. Das genießen wir dann vor unserer Emma mit Blick auf die Meuse...

Dienstag, 06.09.2016

Die Uelzener Nachbarn, mit den wir gestern schon geschwatzt hatten, kommen heute nochmal vorbei. Außerdem ein älteres Ehepaar von einem Hausboot (Heidi + ?), dass die Richtung nach Verdun auf dem Fluss nicht mehr bestimmen kann... Hoffentlich kommen sie am Ende wieder heil nach Hause!

Im Leclerc Supermarché finden wir endlich einen neuen Autoatlas von Michelin, France 2016, 1:200.000.

Wieder stehen wir vor dem Beinhaus (Ossuaire) von Douaumont und diesmal gehen wir auch hinein. Im Anschluss laufen wir dann durch das ehemalige und damals zerstörte Dorf Douaumont und besichtigen auch das nahegelegene Fort Douaumont. Alles inmitten von Schlachtfeldern des 1. WK. - Ohne Erinnerung keine Zukunft!

Am späten Nachmittag „stranden“ wir auf dem CP Les Breuils in Verdun, fahren noch eine Runde mit dem Fahrrad durch die Stadt, hübsche Promenade an der Maas, und kaufen noch Fleisch zum Grillen (die neue Pfanne will endlich eingeweiht werden).

Mittwoch, 07.09.2016

Heute fahren wir durch Reims und bewundern die großen Champagnerkellereien aus der Ferne. Unser erster Halt in Compiègne, bekannt durch die Unterzeichnung zweier Waffenstillstände zwischen Deutschland und Frankreich in einem Eisenbahnwagen (am 11.11.1918 und 22.06.1940). Das kleine Museum liegt mítten im Wald und nach einer kurzen Besichtigung laufen wir noch ein wenig durch denselben, bis wir an einer zerstörten Brücke über die Aisne umkehren müssen. Im Fluss scheinen zwei deutsche Damen zu baden, zumindest hören wir ihre
Stimmen...
Wir wollen weiter Richtung Bretagne und machen noch ein paar Kilometer. In Bresles gibt es einen kleinen CP, der vorwiegend von „Wanderarbeitern“ aller Couleur bewohnt wird. Heute gibt es frische Pizza, aber wir gehen nochmal in das kleine Städtchen, auf der Suche nach einem Bäcker. Der hat leider heute zu und so nehmen wir nur einen Aperitif (kleines Bier und Pastis für 5,70 €.. ganz schöne Preise für diesen kleinen Ort. Beim Schlachter gegenüber kaufen wir noch den berühmten Jambon de Paris (feiner Kochschinken) und Würstchen. Zum Abendessen gibt es Nudelpfanne mit Schinken und Pilzen.

Donnerstag, 8.09. 2016

Von Bresles geht es nach Gisors. Die Festung hier kann man leider nicht besichtigen. Auf dem Gelände hat eine Schülergruppe Sportunterricht (1000-m-Lauf). In der Stadt gibt es noch eine schöne Kirche und viele Friseure (seltsame Kombi), nach 2 Café noir kaufen wir noch Macarons und eine Spezialität der Stadt, Pralinen, die wie kleine Erdäpfel aussehen.

In der Nähe von Les Andelys sind Kreidefelsen am Seine-Ufer zu bewundern – schöne Landschaft!

Am Nachmittag erreichen wir Argentan, ein schmuckes Städtchen mit einem kleinen, sehr gepflegten CP Municipal (La Noé), der von Serge mit der Harke ständig auf Vordermann gebracht wird ;-).

Mit dem Rad fahren wir die schön angelegten Wege der Orne entlang und umrunden die Stadt dabei. Es gibt viele Grünflächen zum Entspannen und Spazieren und sogar eine kleine Weidefläche (La Pâture) am Ortsrand. Zur Stärkung genehmigen wir uns einen Café Gourmand (Milchkaffee mit einer Waffel und Sahne) auf der Place St. Germain (vor der gleichnamigen Kirche).


Freitag, 9.09. 2016

Der CP Municipal in Argentan ist wirklich schön, klein, etwas nostalgisch und super sauber (es gibt sogar Papierauflagen für die WC-Brillen). Serge, der Platzwart, hat alles im Griff, vor allem den Rechen, und das alles für 12,30 €.

Heute ist Markt auf der Place St. Germain, das lassen wir uns natürlich nicht entgehen. - Ein kleines Fest!

Über Caen – Schnellstraße – gelangen wir nach Tinténiac, am Canal d'Ille-et-Rance (Teil eines Schifffahrtsweges, der die Städte Rennes und Saint-Malo, in der französischen Region Bretagne, miteinander verbindet) gelegen und starten gleich zu einer Radtour am Kanal. (Besonders markant ist hier die von Hédé, wo elf Schleusen auf einer Gesamtlänge von rund zwei Kilometern unmittelbar aufeinander folgen.) Die Menschen sind hier sehr freundlich, ob alt oder jung, Fußgänger oder Radfahrer, alle grüßen „Bonjour“. In Montreuil, einem Dörfchen am Kanal, nehmen wir einen Aperitif, dann retour. Ein leckeres Abendessen mit gegrillten Würstchen und Fleisch haben wir uns heute verdient!

Samstag, 10.09. 2016

Heute radeln wir wieder am Kanal, jedoch in die andere Richtung. Um nach Comburg zu gelangen, müssen wir vom Kanal weg und ein Stück auf der Landstraße (nicht so schön). Dafür ist Comburg um so schöner – echt bretonisch. Der obligatorische Aperitif ist diesmal ein Pastis und „une boulée de Cidre“ (für 4,50 €). Im Feinkostladen kaufen wir Paté und andere Köstlichkeiten sowie „une Baguette pour le diner“.
Während der Rückfahrt (wieder auf der Straße bis Tinténiac) ist es ziemlich windig. An einer Schleuse mit WoMo-Stellplatz legen wir ein kurze Pause ein und beobachten das Treiben, an der nächsten, No. 32, wird gerade ein Boot geschleust, wieder gibt es was zum Schauen. Rechtzeitig bevor der Regen einsetzt erreichen wir unsere „Emma“

Eines der Symbole der Bretagne


Sonntag, 11.09.2016

Der Himmel ist trüb, aber es ist warm. In Dinan besteigen wir die Stadtmauer, umrunden den Uhrturm und schlendern durch die gut besuchte Altstadt aus dem 15./16. Jh. und eine moderne Markthalle. Vom Drehleierspieler kaufen wir eine CD für unsere Freunde, die allerdings mehr das magische Flair dieser Region, als die Musik mögen ;-) …
Her


Der nächste Stopp ist am Gezeitenkraftwerk (Usine marémotrice, erbaut 1966) bei St. Malo (Cote Emeraude) an der Mündung der Rance in La Manche (Ärmelkanal). Der Besuch der Ausstellung ist frei, allerdings nur in französisch und englisch.

Das Highlight der Woche ist die Altstadt von St. Malo (Ville close – Intra muros), die alte Korsarenstadt. Das wussten auch viele andere Leute... Die Stadtmauer ist viel größer als in Dinan und bietet eine schöne Aussicht auf den Atlantik, den Hafen und die Forts. Die Gassen wirken teilweise erdrückend, da sie sehr schmal und die Gebäude hoch sind (alles nach 1944 neu aufgebaut).

Abends genießen wir ein typisch französisches Abendessen im Restaurant nahe dem CP in St. Colomb, mit Meerblick, „Assiette de Mer“ und ein etwas weniger „exotisches“ Menü für Hartmut.

Delicieux!

Montag, 12.09.2016

Erster Stopp in Rothéneuf: Nachdem der Gemeindepfarrer, Abbé Fouré (1839–1910), im Alter von 30 Jahren einen Schlaganfall erlitten hatte, der ihn halbseitig lähmte, zog er sich auf die Klippen von Rothéneuf zurück, wo er dann 25 Jahre als Einsiedler lebte. Seine in den Fels gehauenen Skulpturen von Dämonen, Piraten und Fantasiewesen sind heute eine beliebte Touristenattraktion. Die Skulpturen sind viel kleiner als erwartet. Trotzdem schön, und nur 2,50 € Eintritt.



Weiterfahrt nach Cancale, hier gibt es eine schöne Promenade und die berühmten Austern. Wir nehmen lieber ein Eis, bretonisches Bier aus Buchweizen (hier wird alles aus Buchweizen gemacht ;-)), Cidre und eine Galette mit Buttermilch (hier hat mein französisch leider versagt, Buttermilch ist zwar nicht gerade meine Lieblingsspeise), aber mit etwas Zucker gar nicht so schlecht.

Wir sind gestärkt für die Wanderung zum Menhir du Champ Dolent (hinter Dôl-de-Bretagne).