Emmas Reisen

Emmas Reisen

Türkei Georgien Mai 2014

Urlaub 2012 - 2015Posted by Christiane Tue, March 07, 2017 12:17:10
Auf nach Georgien! (der Osten ruft auch weiterhin!)
Hin

Freitag, der 09.05.2014

Leider erfolgt unser Start verspätet gegen 19.00 Uhr, aber wir können heut noch ein paar Kilometer machen, und schließlich: Der Weg ist das Ziel! Nach ca. 1, 5 Stunden auf der B6n landen wir in Bernburg auf dem uns schon bekannten CP direkt an der Saale “hellem Strande“, genannt Schifferklause. Hier waren wir zuletzt 2011, die Besitzer sind neu, der Rest nicht. Doch alles ist sauber, aufgeräumt und die Lage ist super, eben direkt an der Saale…
Tkm: 110 Ü: 20 Euro

Samstag, der 10.05.2014
Um 08.00 Uhr stehen die Brötchen zur Abholung bereit, noch in Ruhe das Frühstück, ein Pläuschchen mit zwei Hamburgern und gegen 11.00 Uhr sind wir unterwegs gen Süden. Die Bahn ist zum Glück frei und so können wir unseren Wagen rollen lassen. Erster Snackstopp bei MCD kurz vor Dresden. Noch bevor wir die tschechische Grenze erreichen, wollen wir uns eine Vignette besorgen. (Zwang in einigen Ländern, die wir durchfahren werden). Mittlerweile haben wir die Bahn verlassen, fahren durch die Ausläufer des Elbsandsteingebirges, einer wundervollen Gegend. Nur, keine Vignetten! Die erwerben wir dann an der Wechselstube an der Grenze. Der Betreiber ist sehr nett und erklärt uns einiges dazu. Der erste CP bei Brno ist noch geschlossen, macht auch nicht grad den schönsten Eindruck.
Doch ein paar Kilometer wieder zurück, kommen wir zum CP Hana in Veverska Bityska, ein Glückstreffer. Am Flüsschen gelegen, mit Deich, machen wir uns auf eine Stadterkundung und Hunger verspüren wir auch langsam. Im Ort selbst werden wir nicht enttäuscht, nett anzuschauen und zu Essen und Trinken gibt’s gut…
Tkm: 570 Ü: 14 Euro

Sonntag, der 11.05.2014


Am Morgen entdecken wir neben einigen Womos auch ein Wohnwagen-Gespann mit russischem Kennzeichnen. Ein Paar mit Hund sind die Inhaber und Chrissi kommt mit der jungen Russin beim Duschen ins Gespräch. Die beiden sind aus Moskau und über Belarus in den Westen gefahren (die Ukraine war ihnen zu heikel). Sie wollen nach München, Luxemburg, Brügge, Amsterdam und Hamburg und auf der Rückfahrt durch Polen, Freunde in Posen besuchen.
Um ca. 10.30 Uhr sind wir zurück auf der Autobahn und die Fahrt Richtung Süden geht weiter. Wir müssen tanken und es folgen die Slowakei und Österreich bevor wir nach Ungarn einlaufen und in der Nähe von Szeged die Nacht verbringen. Gegen 16.30 Uhr parken wir unseren Wagen an einer Hauptstraße und erkunden ein wenig die Altstadt. Es ist warm geworden, über 25 Grad. Wir wandeln durch die Straßen, entlang der Theiß, in der belebten Innenstadt wird flaniert, man ist Eis, genießt den Sommer…
Den CP in der Innenstadt verpassen wir und so landen wir außerhalb auf einem FKK- Clubgelände. Wir sind es nicht gewohnt, hat aber was. Es bleibt warm und erst in der Nacht beginnt ein leichter Regen.
Tkm: 530 Ü: 15 Euro

Montag, der 12.05.2014

Auch heute starten wir früh, schon um 10.00 Uhr. Zu kühl für FKK! Über einen Feldweg finden wir auf den Highway zurück.
Nach 10 Kilometern erreichen wir die Grenze zu Serbien. Hier sind auf der Autobahn Mautstellen eingerichtet, bei denen das entsprechende Geld (auch per Karte) entrichtet werden muss. Zunächst fahren wir durch die Ebene Serbiens, vorbei an Belgrad, Nis…
In Pirot soll es einen Stellplatz neben einer Burg mit Quelle geben. Ok, die Burg ist eine Ruine und wir verspüren nicht wirklich Lust hier die Nacht zu verbringen. Wir tauschen Geld und kehren noch in einem Shop ein, um ein wenig Vorräte( fest wie flüssig) aufzufüllen.
Es hat wieder zu regnen begonnen! Bis zur Landesgrenze nach Bulgarien geht es nun auf Bundesstraße, eine Baustelle nach der anderen - unsere EMMA sieht aus, als wären wir auf Feldwegen unterwegs gewesen. Wir kommen nach Bulgarien und wollen noch nach Sofia, denn hier, so haben wir gelesen, gibt es am Stadtring einen bewachten LKW-Parkplatz mit Bistro.
Es wird 19.00 Uhr, als wir auf dem LKW-Stopp einlaufen und uns in das angeschlossene „Restaurant“ begeben. Es macht schon einen verwegenen Eindruck, doch das Angebot an Essen und Trinken ist sehr gut, es gibt eine „Heiße Pfanne“, sehr gut, und bulgarisches Bier. Müde richten wir uns im Wagen ein und schon bald sind wir eingeschlafen….
Tkm: 650 Ü: 3 Euro

Dienstag, der 13.05.2014

Die Nacht blieb ruhig, trotz angrenzendem Highway, ab und zu nur schlagen Hunde an. Nach dem Aufstehen, Frühstück bei „Babette Quellette“. Schon bald sitzen wir im Wagen und die Tour geht weiter, an Plovdiv vorbei, bis Svilengrad, mal Autobahn, mal keine, viele Polizeikontrollen, doch wir bleiben zum Glück unbehelligt.
Es wird wärmer, das Wetter so, wie es sich für die Region gehört… Ca. 20 km vor der Grenze zur Türkei stehen schon die LKW wie an einer Perlenschnur aufgereiht am Straßenrand. Wir fahren an der Schlange vorbei und gelangen zum Kontrollpunkt.
Das Areal ist ähnlich wie an der Grenze zur Ukraine, ein Eingangstörchen und ebenso eine Ausgangskotrolle - nur wesentlich moderner. Die kommende Strecke in Richtung Istanbul ist super ausgebaut, noch sehen wir keine Mautstellen. Wir sind beeindruckt, ob der „Moderne“, hätten wir so nicht erwartet.
Schon bald hinter Edirne empfangen uns die Ausläufer der Megacity ISTANBUL. Ein schöner CP liegt ca. 20 km vor Istanbul bei Selimpasa. Etwas versteckt vielleicht, aber eine sehr schön gepflegte Anlage und Ismet, "the caretaker" betreut auch den Empfang und weist uns einen Platz zu.
Nachdem wir "aufgebaut" haben, wird erstmal draußen relaxt. Aber gegen Abend wird es dann kühl und nach kurzem Spaziergang um das Feld machen wir uns an das Abendessen, mal wieder selbst gekochten Nudeleintopf. Wir kommen mit einem jungen Engländer, Radfahrer für 10 Monate, ins Gespräch und er erzählt, wohin ihn sein Weg in der nächsten Zeit führen soll.
Tkm: 520 Ü: 19 Euro

Mittwoch, der 14.05.2014

Frühstücken, dann Abwasch, Hartmut kommt mit den Italienern ins Gespräch, sie fahren mit ihrem Auto nach Istanbul hinein, sehen sich die Stadt an und schlafen dann im Hotel. Dann machen auch wir uns auf, um weiter nach Westen zu kommen. Im Ort Selimpasa wird getankt und dann befinden wir uns auch schon auf der stadteinwärts führenden Schnellstraße.
An der Tanke fragen wir nach der Vignette für die Bosporus-Brücke, Fehlanzeige! Bei der Annäherung an Istanbul, Stau ohne Ende, ein LKW steht neben uns und der Fahrer erklärt uns in gutem Deutsch, wo wir den Passierschein für die Bosporus-Brücke bekommen könnten. Vor der Brücke soll es eine PTT-(Post) Stelle geben!?!?! Aber, natürlich verpassen wir die, gelangen an einen Abzweig wo wir halten können und als Chrissi reingeht, will der keine Euro und auch keine Kreditkarte (&/§&$$%$“).
Lira haben wir nicht, also machen wir die Rechnung ohne den Wirt und fahren "schwarz" über die große Brücke. Wirklich beeindruckend, die Aussicht… Schon bald legen wir einen Kaffee- und Snackstopp ein und tauschen ein paar Euro in Lira. Istanbul mit Vor- und Nachlauf ca. 150 km, unbelievable.
Über Dücze gelangen wir gegen fünf nach Akcakoca, wir halten an der Touristinfo und erfahren, dass Geld bei Juwelieren getauscht wird. Machen einen Spaziergang durch Ort und Bazar, Einkäufe, denn wir wollen auf einem CP hier übernachten. Doch was wir aus dem Stellplatzführer herauslesen, sieht in der Realität ganz „anders“ aus. Doch man muss auch Glück haben, relativ nah am Zentrum liegt ein weiterer Stellplatz, allerdings geschrumpft, weil auf der großen Wiese jetzt ein Appartmenthaus hochgezogen wird.
Gepflegt, die sanitären Einrichtungen wie die ganze Anlage. Später nehmen wir im dazugehörigen Restaurant unser Abendessen mit Blick auf das schwarze Meer und vorbeiziehende Delphine ein. Vorher allerdings geht es noch mal zu Fuß bis zum Hafen, machen einen kleinen Stopp in einer Bar und genehmigen uns ein kühles Bier. Wir kommen später noch mit einem holländischen „Motorrad-Pärchen“ ins Gespräch, die auf der kleinen Wiese zelten, sie haben drei Monate zur Verfügung, wir nur vier Wochen. Gute Nacht! Bei ca. 30 Grad, ja, wir sind im „Süden“ angekommen.
Tkm: 330 Ü: 14 Euro

Donnerstag, der 15.05.2014

Auch jetzt am Morgen, noch mal Smalltalk mit den Holländern, bevor es dann wieder auf die Piste geht, ca. 500 km liegen vor uns. Wir wollen nach Amasya. Wir fahren durch Landschaften…, zum Glück lassen die Strassen eine gute
Reisegeschwindigkeit zu. Brütende Hitze dort, als wir in Amasya einlaufen. In der Stadt gibt es zwei Altstädte. Welche besuchen wir? Erstmal eine Fahrt durch die Stadt und als wir an der Moschee vorbeikommen, steht dort ein „artverwandtes“ Womo, Werner und Sigune aus München gehört der Wagen. Sie haben mit Polizeieskorte den Platz für die Nacht am Hamam zugewiesen bekommen.
Der Stellplatzführer versprach hier über der Altstadt einen Platz mit Blick auf die Stadt hinunter, wir erkunden die Lage, werden aber verwiesen und so gesellen wir uns zu den Münchnern. Wir stehen mitten in der Stadt und begeben uns mit den Beiden auf Erkundungstour.

Wir werden von einer Gruppe junger Mädchen auf Englisch angesprochen, sie sind neugierig, freuen sich und wollen Fotos machen. Später kommen uns noch zwei Mädchen entgegen, die uns dazu überreden, beim Dreh eines „Happy Birthday Videos“ mitzuwirken. Da uns langsam ein Hüngerchen überkommt, suchen wir ein Restaurant auf. Leider ist das Essen nicht überragend, ganz im Gegenteil dazu die jetzt illuminierte Altstadt. Auf dem Rückweg zu unseren Wagen, treffen wir noch Biker, die auf dem Weg nach Tiflis sind, um dort Freunde zu besuchen. Der Abend neigt sich dem Ende, müde sinken wir auf unser Lager, direkt neben einer Moschee!!!
Tkm: 510 Ü: -- Euro

Freitag, der 16.05.2014

Auf der Fahrt gestern Abend von der Burg herunter hatten wir ein Plätzchen ausgemacht, dass wir mit den beiden als Frühstückstreff aufsuchen. Von hier eine hervorragende Aussicht über Amasya. Frühstücken und reden… Beide wollen zum Van-See und müssen erst im letzten Drittel im Juni in Igoumenitsa auf die Fähre umsteigen.
Heute nur 300 km ohne Zwischenstopp, Küstenstraße, am „Gölge-Piknik“ zwischen Bolaman und Persembe, kommen wir bei Tahir und Nadre direkt am Strand des schwarzen Meers unter.
Die Verständigung ist nicht einfach, aber … Keiner ist hier neben uns, es gibt Toiletten, Duschmöglichkeit, elektrischen Strom und wahrscheinlich auch Familienanschluss (wenn es mit der Sprache besser klappte). Wir gehen noch am Strand entlang, genießen die Ruhe am Meer und die angenehmen Temperaturen.
Tkm.: 300 Ü: 7 Euro

Samstag, den 17.05.2014

Tahir hatte schon die Schranke geöffnet, denn nachts war hier kein rein- oder rauskommen. Türkischer Sicherheitsstandard! Wir aber frühstücken erst mal, während der Hausherr über sein Grundstück streift und hier und da ein wenig verweilt. Dann ist es soweit, wir brechen auf und unsere Wirtsleute winken zum Abschied.
Noch ist es ziemlich weit bis zur georgischen Grenze, so dass wir noch einen Zwischenstopp einlegen werden. Etwas sehen möchte man schließlich auch. Wir befinden uns auf der gut ausgebauten Küstenstrasse. Wir biegen dann rechts ab und steuern Gümüshane (Silberhütte) an. Auf der Strecke Stauseen und natürlich Wasserkraftwerke, die Türken sind wahre Baumeister. In der Stadt angekommen ist von den alten Silberbergwerken nichts mehr zu sehen, wir finden belebte Strassen vor und müssen feststellen, dass die alten Häuser den neuen großen Blöcken Platz machen müssen, irgendwie schade wenn solche Häuser wie überdimensionierte Schwalbennester an den Berg geheftet sind….
Beim Spaziergang durch die Stadt werden wir überall nett begrüßt und man ist uns beim Geldtausch behilflich. Wir kaufen ein, müssen aber merken, dass Alkohol nicht in jedem Geschäft erhältlich ist. Das bekommen wir später in dem Ort Macka, wo wir auch einen CP (beim Sümer Restaurant) finden. Wir stehen ganz allein, bekommen Strom, können duschen. Zum Abendessen gibt es Fisch, da eine Forellenzucht an das Restaurant angeschlossen ist. Später kommen noch Jugendliche am Auto vorbei und wir parlieren ein wenig in Englisch.

Tkm: 230 Ü: 16 Euro

Sonntag, der 18.05.2014

Nach dem Frühstück lernen wir auf Türkisch, auf Wiedersehen zu sagen, denn wer geht, sagt: Allah Ismarladik. Wer bleibt, antwortet:Güle, Güle. Bevor es dann weiter nach Osten geht, wollen wir das nahe gelegene Kloster Sumela besuchen(sonntags!?!?). Es liegt mitten im Nationalpark und die Strasse wird enger und enger. Wir zahlen eine Straßenbenutzungsgebühr und können unseren Wagen abstellen. Das Wetter ist bescheiden, Nieselregen und Nebel und es ist noch ein guter Kilometer zu laufen. Immer mehr Menschen sind auf dem Weg hin oder schon zurück. Am Eingang des Klosters der übliche Rummel, wir sehen ein wenig von außen, verspüren jedoch keinen Drang mehr uns einzureihen, um auch das Innere zu erkunden. Also zurück zum Wagen.
Beim Runterfahren dann das totale Chaos, die Autos scheinen ineinander verkeilt zu sein. Große Busse rangieren und wir machen mehrere Kreuze als wir dem entkommen. Bei einem Zwischenstopp in Macka machen wir noch einen Spaziergang, das Wetter im Gegensatz zu gestern nicht mehr ganz so warm und sonnig.
Einen Kaffee hier, einen Einkauf da und bald sind wir wieder auf der Küstenstrasse und erreichen gegen 17.00 Uhr die Grenze zu Georgien. Schon seit 20 km fahren wir an einer LKW-Schlange vorbei, selbst in den Tunnel stehen sie…
Wir kommen ca. einen dreiviertel Kilometer vor dem Übergang zum Stehen, wir reihen uns ein und eigentlich geht es doch ziemlich zügig voran. Nach fast einer Stunde wären wir durch, aber… wir sind am letzten türkischen Kontrollpunkt, als ein besonders “genauer“ Beamter meint uns zurück zur x-ray-Kontrolle schicken zu müssen. Diese liegt auf der entgegengesetzten Seite, also den kleinen Zaun aufgeschoben, wir mit der EMMA hindurch und zum x-ray.
Das läuft noch wie geschmiert, doch… jetzt scheint Wachwechsel zu sein und alle bemerken richtig, wir wollen abgefertigt werden: Neinnnn, wir wollen nicht in die Türkei, wir wollen nach Georgien!!!!!! Nach halbstündigem Palaver fahren wir, wieder durch ein Tor, in eine weitere türkische Zwischenzone. Hier können wir drehen und stehen nun wieder in der richtigen Richtung. Nun erscheint ein „Hiwi“, der uns die Papiere abnimmt und in einem der Gebäude verschwindet. Es wird Zeit, dass er zurückkehrt??? Als wir jetzt genau vor dem Schalter stehen, erscheint und regelt er den „Übergang“ und fragt im gleichen Atemzug nach 20 Euro. "I akshamlar" (schönen Abend noch ...). Wir sind in der georgischen Zwischenwelt angekommen. Hier nun, alles superfreundlich, in bestem Englisch und zuvorkommend. Von uns werden Fotos gemacht und nach 10 Minuten und einem „Have a pleasant journey“ sind wir auf georgischen Boden.

Noch Geld getauscht und schon sind wir auf der Strasse nach Batumi. Wir hatten gelesen, dass am Botanischen Garten ein Stellplatz für Womos sein sollte. Als wir auf östlicher Seite aus Batumi heraus sind, kommen wir am Busbahnhof vorbei. Auf dem Platz ist grad einigen Männer die Sicherung durchgebrannt und es kommt zur Schlägerei. Die Menge treibt sich über den Platz auf unsere EMMA zu, irgendwas bumst gegen unseren Wagen. Nun bloß schnell weg hier (zum Glück nix passiert). Als wir zum BG wollen ist die Zufahrt durch einen LKW versperrt, ziemlich dunkle Ecke und nach kurzer Krisensitzung beschließen wir, nach Batumi zurückzufahren (hell erleuchtet wie schon in 2012). Dort kommen wir an, als es zum Glück grad zu regnen aufgehört hat. Wir parken unsere EMMA an der Strandpromenade direkt beim Sheraton gegenüber,machen noch einen Spaziergang und lassen die heutigen Eindrücke sacken und genehmigen uns bei der Rückkehr zum Auto ein Schnäpschen.
Good night, Batumi!

Tkm: 300 Ü: -- Euro

Montag, der 19.05.2014

Die Nacht war ruhig und kurz nach acht fahren wir zum Hafen, um beim Frühstück etwas Aussicht zu haben. Es regnet wieder (wie gestern auch schon) und Besserung ist nicht in Sicht. Bei der Tourist-Info erkundigen wir uns nach Telefonkarte und Autoversicherung.
Das erste klappt problemlos, bei der Versicherung zögern wir, denn wir sollen 100 USD = 177 Lari für 10.000 USD Deckungssumme zahlen.
Wir schreiben erstmal unseren Bekannten und fragen nach. Das ist aber i.O. so und schlussendlich unterzeichnen wir am nächsten Tag den Vertrag. Wir flüchten uns in eine Boulangerie, als es mal wieder zu regnen beginnt. Die Mädels hier sind recht gut drauf und die Speisen sowie der Kaffee lecker. Heute fahren wir zum Übernachten in den Botanischen Garten, diesmal klappt es mit dem Stellplatz und auch mit dem Stromanschluss. Auf dem Weg dorthin kommen wir wieder am Busbahnhof vorbei, wo wir kurz stoppen, um einige Einkäufe zu erledigen.
Unglaublich, aber wahr, es gibt wieder Streit an derselben Stelle: Zwischen einem Marschrutka-Gast und dem Fahrer kommt es zu einer lautstarken Auseinandersetzung und die Umstehenden schauen erwartungsvoll, wie die Sache ausgehen wird. Mieses Karma hier! Am Botanischen Garten sorgen wir kurz für Verwirrung, Wohnmobilisten sind hier wohl eher eine seltene Spezies. Dann klappt jedoch alles, wie gewünscht. Eine Regenpause nutzen wir, um einen Spaziergang durch die Anlage vorzunehmen. In gebührendem Abstand heftet sich ein Hund an unsere Fersen.
Tkm: 25 Ü: 13 Euro

Dienstag, der 20.05.14

Aufbruch wieder nach Batumi zurück und wie schon gestern geschrieben, schließen wir die Versicherung ab,,, Nochmals Geldwechsel, zum Glück regnet es heute nicht mehr. Wir steuern unsere EMMA jetzt wieder in Richtung türkische Grenze zurück, um dann nach links abzubiegen. Gab es vorhin noch den Anschein von trockenerem Wetter, hat nun wieder der Regen eingesetzt und wir sind unsicher, ob wir den Goderdzi-Pass schaffen werden.
Zunächst geht es auf asphaltierter Straße an einer römischen Brücke vorbei, die im Reiseführer recht harmlos wirkt, vor Ort scheuen wir uns jedoch, sie zu überqueren. Was auf der Karte als kurze Strecke erscheint, erweist sich in der Realität als endlos. Viele Kurven müssen wir nehmen, bevor wir in Khulo unseren ersten Stopp einlegen.

Film Durch den Filmbericht von Julia Finkernagel waren wir auf die talüberspannende Seilbahn aufmerksam geworden und wollten sie uns aus der Nähe anschauen, nicht damit fahren!!! Nach einigen Fotos nehmen wir den Pass in Angriff, zunächst biegen wir falsch ab, landen im eigentlichen Ortskern, wollen noch nicht wahrhaben, dass ab jetzt Schotterpiste angesagt ist.
Just als wir wieder auf der Piste sind, werden wir von 2 deutschen Motorradfahrern überholt, die ihre Spuren vor uns in den Boden drücken, was sich später noch als hilfreich herausstellen wird. Aufgrund der heftigen Regenfälle der letzten Tage ist die Strecke an einigen Stellen recht heikel, zum Glück zieht unsere Emma trotz des Frontantriebes unverzagt durch.
Als wir am Pass ankommen, ist dieser in Nebel gehüllt und links und rechts der Strecke befinden sich noch einige Schneebretter. Endlich geht es abwärts, doch auch das macht an einigen Stellen keine Freude, nach mehreren kleinen Wasserdurchfahrten kommen wir nach einer Kurve an einen Bach, der sich über die Straße ergießt.
Hier wollen wir fast umdrehen. Jetzt hilft nur eins, Augen zu und durch. Wir setzen einmal mit dem Abwassertank auf und sehen ihn schon als erledigt an, doch wie durch ein Wunder bleibt alles heil. Einige Male sind Abzweige an der Straße zu erkennen, wo wir nicht gleich den richtigen Weg ausmachen, doch da die beiden Motorradfahrer schon durch sind, können wir schnell „die Fährte aufnehmen“. Mittlerweile hat sich leider das Geräusch an der Vorderachse verstärkt. Die Vermutung, dass es die Radlager sind, wird sich später noch bestätigen. Langsam lässt die Straße wieder ein entspanntes Fahren zu. Kurz vor Adigeni stehen die deutschen Motorradfahrer mit ihren Bikes an einer Kreuzung.
Die beiden Fahrer stärken sich erstmal. Wir halten natürlich und nutzen die Gelegenheit für ein kurzes Gespräch und tauschen unsere Reisepläne aus. Die beiden wollen innerhalb von 14 Tagen über Eriwan, Baku bis Grosny und zurück nach Deutschland. Schon bald trennen sich unsere Wege. Eigentlich sollte unsere Tour heute am Höhlenkloster in Vardzia enden, doch in Anbetracht der Zeit, halten wir in Akhalzikhe am Restaurant „Vardzia“, wo gerade eine Geburtstagsparty im Gange ist. Ein junger Hydro-Ingenieur fährt mit uns ins Zentrum und zeigt uns dort einen Platz, wo wir übernachten können.
Es ist der Parkplatz neben der Bibliothek, gegenüber gibt es ein Café, in dem wir sogar noch etwas Leckeres zu essen bekommen. Gegen morgen gesellt sich ein Fahrzeug zu uns, dessen Motor eine ganze Weile läuft. Etwas unbehaglich ist uns schon, aber schließlich schlafen wir wieder ein.
Tkm: 200 Ü: ---

Mittwoch, der 21.05.14


Heute wollen wir uns das Höhlenkloster in Vardzia anschauen, bis dahin sind es noch ca. 80 km. In Khertvisi biegen wir von der „Bundesstraße“ 11 ab und fahren durch ein noch beeindruckenderes Tal (die Strecke bislang war schon eindrucksvoll). Unterhalb des Höhlen- Kloster befindet sich Parkplatz, ein Restaurant und ein noch im Aufbau befindliches Museum.
Das Kassenhäuschen befindet sich am Fuße des Berges, von hier führt zunächst ein steiler, asphaltierter Weg zu einem wohl verzierten Tor in der Höhe, von wo aus man in den Höhlenkomplex gelangt und, wieder mal ist ein Hund mit von der Partie, er folgt uns auf Schritt und Tritt. Einige Treppen sind durch Vorhangketten versperrt, hier leben heute noch Mönche. Wir sind beeindruckt von den menschlichen Leistungen der damaligen Zeit, vor allem davon, mit welcher Präzision solche Bauwerke geschaffen wurden. Ebenfalls ist auch die Aussicht von hier oben nicht zu vergessen. Bei brütender Hitze verdunkelt sich der Himmel und ein Gewitter kündigt sich an.
Leider schaffen wir den Weg zum Parkplatz nicht mehr trockenen Fußes zurück, sondern müssen in einem ausgehöhlten Treppenabstieg ca. eine halbe Stunde warten, bis das Schlimmste vorbei ist. Was als Rinnsal im Treppengewölbe herunter rinnt, wächst zu einem kleinen Bächlein heran. Wir sind froh, dass der Regen langsam nachlässt und wir einigermaßen gut beschirmt das Restaurant erreichen. Drinnen sitzt eine georgische Familie und als wir auf Englisch unsere Bestellung aufgegeben haben, spricht uns eines der männlichen Familienmitglieder an. Nach einer kurzen Unterhaltung wünscht er uns einen schönen Aufenthalt in Georgien und lässt uns von der Kellnerin einen georgischen Schnaps (wahrscheinlich Chatcha) servieren. Es kommen noch 3 Männer herein, von denen sich zwei auf Deutsch unterhalten, vielleicht Geschäftsleute, die einen Ausflug mit ihrem georgischen Geschäftspartner unternehmen.
Zurück fahren wir wieder bis nach Khertvisi, über Akhalkalaki, bis Ninotsminda, wo wir auf eine Hochebene Richtung Nordost abbiegen. Hier erscheint uns alles etwas russischer, ein Flughafen ist im Bau, von Akhalkalaki bis Tbilissi führt eine Eisenbahnlinie neben der Straße.
Zwei größere Seen liegen auf der anderen Seite der Straße. Wir haben den Eindruck, durch die Mongolei zu reisen, viel anders kann es dort auch nicht aussehen.
Keine Sträucher oder Bäume schützen vor Wind und Wetter, geheizt wird anscheinend mit getrocknetem Kuhdung, der hier überall auf den Grundstücken aufgeschichtet ist. Chrissi ruft bei Manfred von Asureti-Weinbau an und fragt, ob wir heute noch vorbeikommen können.
Das geht i O, und so steuern wir Asureti (ehemals Elisabeththal) an. Manfred hat gerade Besuch von zwei Freunden aus D und so wird es heute Abend noch eine gemütliche Runde, Manfred macht Schnittchen und kredenzt uns seinen selbst produzierten Weiß- und Rotwein. Des Nachts stehen wir mit unserer EMMA vor dem Haus von Manfred. Alles bleibt ruhig.
Tkm: 260 Ü: --

Donnerstag, der 22.05.2014

Da das Geräusch an der Vorderachse nicht weniger geworden ist, wollen wir der Ursache auf den Grund gehen lassen. Nachdem wir Manfred vom Problem erzählt haben, rät er uns mit, mit seinem „Kumpel“ Rainer Kaufmann Kontakt aufzunehmen. Als Deutscher unterhält er das Hotel „Kartli“ mitten in Tiflis. Am Telefon wird schnell geregelt, dass wir mit unserem Wagen in die Stadt fahren, es gibt dort eine Werkstatt, die wir dann später aufsuchen. Doch erstmal Frühstück, dann bauen wir unser „Zelt“ ab und wagen uns in den Verkehr von Tiflis. Dank des Navis aus dem Smartphone finden wir relativ gut und schnell die richtige Straße. Doch die richtige Straße ist eine Sache, einen Parkplatz zu finden, eine ganz andere. Wir haben Glück!! Im Hotel begrüßt uns eine Mitarbeiterin von Rainer, Nadja, sie spricht bestes Deutsch, weist uns das Zimmer 12 zu und hat schon Giorgji aktiviert. Er ist der Gemüsehändler von nebenan, hat mehrere Jahre in England gelebt und fungiert als Dolmetscher und „Druckmacher“.
Durch den Verkehr von Tiflis lotst er uns zur Firma „TeGeTon“, wo bei einer Probefahrt der zuständige Meister schnell feststellt, dass die Radlager gewechselt werden müssen. So halten wir drei uns dann für sechs Stunden mehr oder weniger in der Werkstatt auf…. Als der Wagen fertig ist und wir einen wirklich guten Preis für die Reparatur gezahlt haben, treten wir die Heimfahrt ins Zentrum an. Noch lausche ich auf das kleinste Geräusch, aber, es ist weg!!!! Da der Tag nun schon reichlich vorangeschritten ist, bleibt nicht mehr viel, doch nach einer Dusche brechen wir auf und flanieren auf dem Rustaweli-Boulevard, lauschen und genießen die Eindrücke.
Später dann, bei der Rückkehr zum Hotel, wollen wir noch etwas essen und „platzen“ in den Vortrag von Rainer Kaufmann. Er unterhält eine deutsche Reisegruppe, die bei ihm zum Abendessen angemeldet war. Für uns willkommene Gelegenheit, eine andere Sicht der „georgische Dinge“ zu erhalten. Bald bricht die Gruppe auf und Rainer kommt an unseren Tisch und wir erzählen noch eine ganze Weile….
Tkm: 70 Ü: 44 Euro

Freitag, der 23.05.2014

So, heute ist Tbilissi angesagt! Als erstes, Treppen steigen, wir wollen zum „Vergnügungspark“ und es dauert ein Weile, bis wir am „Funicular“ ankommen. So sind die letzten Meter ein Einfaches und wir genießen mehr und mehr die sich bietende Aussicht. Oben angekommen, schauen wir uns den „Freizeitpark“ aus der Nähe an.
Nur wenige Familien halten sich hier oben auf, die meisten Einrichtungen sind eh geschlossen. Schon bald sind wir wieder an der Aussichtsplattform.
Uns fällt ein Pärchen auf, mit dem wir später in Kontakt kommen werden, sie ist Rumänin, er Italiener. Auf der Fahrt nach unten planen wir den weiteren Weg durch die Stadt, denn für den Nachmittag sind wir mit Lela, unserer Reisebegleiterin aus 2012 verabredet.
Wir warten an der U-Bahnstation am Rustaweli auf sie und die Wiedersehensfreude ist sichtlich groß. Gemeinsam schlendern wir zum Freedom Square und auf der Leonidze Street in Richtung Mtekhi-Brücke, an der Sioni-Kirche vorbei durch das Kneipenviertel (Erekle-Gasse). Hier legen wir eine Pause ein, trinken Kaffee und reden.
In einer ehemaligen Karawanserei im Viertel stellen heute einige Kunsthandwerker ihre Produkte aus. Da Lela auch für Kaukasus-Reisen arbeitet, kennt sie sich in der Geschichte der Stadt und natürlich auch Georgiens bestens aus. Ein Büro des Reiseunternehmens ist jetzt auch im Zentrum eingerichtet und direkt daneben liegt der kleine Laden der beiden älteren Damen, in dem wir schon bei unserem letzten Besuch Souvenirs gekauft haben und auch diesmal werden wir fündig. (Tumanian Street).
Nach einem Besuch in der Synagoge, den Lela für uns möglich macht, trennen sich unsere Wege. Zum Essen sind wir abends im Hotel Kartli mit Rainer Kaufmann verabredet, von ihm erfahren wir noch einiges über Georgien und schließlich erfahren wir, dass Walter im Hotel wohnt, der aus der Nähe unserer Heimat stammt und z.Z. in Tbilissi für die GIZ tätig ist. Er stößt später noch zu uns und auch von ihm hören wir viel
Interessantes zur Entwicklungsarbeit, die er schon in verschiedenen Ländern geleistet hat. Zu später Stunde und auch bierselig verabreden wir uns für den nächsten Morgen zum gemeinsamen Frühstück.
Tkm: --- Ü: 44 Euro

Samstag, der 24.05.2014

Da Walter heute frei hat, haben wir beim Frühstück noch viel Zeit, das eine oder andere Thema anzusprechen. Wir haben schon unsere Siebensachen gepackt und wollen nach dem Frühstück in Ri. Westen aufbrechen. Zunächst geht es zurück nach Assureti, wo wir noch ein paar Tage bei Manfred bleiben wollen. Als wir am Nachmittag dort ankommen, ist auch seine Enkeltochter Anastasia zu Besuch, die z.Z. für 1 Jahr bei ihren georgischen Großeltern in Tbilissi wohnt und auch dort zur Schule geht. Normalerweise lebt sie bei ihrer Mutter in Berlin.
Beim Rundgang durch Asureti kommen wir an der leider verfallenen Kirche vorbei und der Besuch des Friedhofs wird uns durch einen recht großen Hund verwehrt. An einigen Häusern sind noch die Zeichen deutscher Siedlungsgeschichte zu erkennen. Der ehemalige Park ist total verwildert und verschlossen. Im „Geschäfterl“ kaufen wir Bier und bei der Gelegenheit wird uns noch die angrenzende Bäckerei gezeigt, ein gratis Brot ist inbegriffen. Manfred kocht Ratatouille, es schmeckt vorzüglich, ebenso der Schallwein. Wir verbringen einen gemütlichen Abend und Manfred und Ralph erzählen Geschichten von früher. Zwischendurch ruft R. Kaufmann an, der für den nächsten Tag eine Exkursion nach Samshvilde (Überreste einer frühchristlichen Siedlungsstätte) mit 2 deutschen Paaren geplant hat und der wir uns anschließen können. Damit steht das Programm für den nächsten Tag fest.
Tkm: 70 Ü: --

Sonntag, 25.05.2014


Um 10.00 Uhr ist Abfahrt, gemeinsam mit Manfred (der den Jeep hat und fährt), Ralph, Anastasia, R. Kaufmann und seinen 4 Freunden. Nach ca. 20 km wird die Straße zur Offroadpiste und später noch etwas mehr, sodass die 4 aus dem anderen Jeep leider aussteigen müssen.
Unser (Manfreds) Wagen schafft es jedoch mit allen Insassen. Die vorchristliche Siedlung liegt auf einem Hochplateau und dort, wo wir die Autos stehen lassen, zelten Studenten auf einer Wiese. Alles ziemlich verwildert hier, nur ein schmaler Pfad führt uns in knapp 1 h bis an die Spitze des Plateaus, von wo aus man einen schönen Rundumblick in das Tal der Kura hat.
Zurück fahren wir über Tetri Tskaro, ein ehemaliger Kurort, in dem wir noch eine orthodoxe Kirche besichtigen. Hinter dem Städtchen biegen wir zum Fischkauf bei der Forellenzucht am Stausee ab. Die Fischlein sind alle verschieden groß und werden, wie wir später feststellen, nicht alle in Manfreds Küche zubereitet werden können. Dort gibt es aber erstmal eine Weinprobe einschl. Chacha, die 4 Freunde des Hotelbesitzers kaufen einige Flaschen Wein, die Manfred zuvor mit seinen Etiketten versieht. Hier wird fast alles mit der Hand gemacht. Die fünf nehmen ihren Fisch mit und fahren nach Tbilissi zurück. Manfred, unser Sternekoch, bereitet Forelle blau zu, einfach köstlich. Und auch an diesem Abend wird wieder lange geredet.
Tkm: -- Ü: --

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Montag, 26.05.2014

Um 10.30 Uhr georgischer Zeit starten wir in Richtung Westen, wieder geht es über die „mongolische“ Hochebene nach Ninotsminda. Während der Fahrt können wir beobachten, dass die vorher beschriebene Eisenbahnlinie weiter erneuert wird.
Zwischen Ninotsminda und Akhalzikhe, einer recht mit Schlaglöchern versehenen Piste hören wir gelegentlich ein Geräusch, was vom rechten Vorderrad zu kommen scheint. Oh nein, nicht schon wieder!!!
Nachdem wir die georg.-türk. Grenze zwischen Vale und Posof überquert haben, was im Gegensatz zur Einreise, superschnell vonstatten geht, halten wir am rechten Fahrbahnrand und Hartmut entschließt sich, das re. Vorderrad abzunehmen, um zu schauen, ob nicht vergessen wurde, eine Schraube festzuziehen.
Es lässt sich kein Fehler feststellen und nachdem alles wieder montiert ist, setzen wir die Fahrt fort. Die Straßen werden zum Glück immer besser, um nicht zu sagen, super. Und das Klappern macht sich nur auf unebener Fahrt bemerkbar, soll jetzt bis nach Haus nicht weiter stören.
Wir erfahren einige starke Regengüsse und an einer Stelle sogar ein kurzes Schneegestöber, wo es auch gleich zu einem Verkehrsunfall kommt, in den wir glücklicherweise nicht verwickelt werden. Wir befinden uns hier in einer Wintersportregion und finden hinter Kars einen Stellplatz für die Nacht, neben dem Hotel „Toprak“ in Sarikamis. Wir hatten an der Rezeption gefragt ob wir uns vor dem Hotel mit unserer EMMA hinstellen dürfen.
So stehen wir dann genau neben dem Eingang. Zurzeit ist hier keine Saison und wir können die Aussicht auf die umliegenden Berge genießen. Nachdem wir nun unser Abendessen im Wagen bereitet haben „hauen wir uns auf´s Ohr“ (die Nacht wird entsprechend kühl, aber nicht unangenehm).
Tkm: 460 Ü: --

Dienstag, 27.05.2014

Gleich nach dem Aufstehen fahren wir in den Ort hinunter, wollen noch was für das Frühstück besorgen und halten im Städtchen. Während wir im Wagen sitzen, geht jemand um unser Auto herum und betrachtet es von allen Seiten. Es ist der Bäcker von gegenüber, dem unser Wagen aufgefallen war. Wenig später steigt Hartmut aus und findet sich bald in der Backstube wieder.
Die Verständigung klappt mit Händen und Füßen, die Menschen hier sind sehr herzlich und zum Schluss bekommt er noch ein frisches Brot geschenkt. Anschließend führt uns die Fahrt weiter nach Erzurum, hier parken wir den Wagen ziemlich zentral und erkunden ein wenig die Stadt.
Im Tas Hani, einer ehemaligen Karawanserei, gibt es fast ausschließlich Läden, die den Schwarzen Diamanten (Oltu tas) verkaufen. Chrissi gönnt sich auch ein schönes Stück… Danach umkreisen wir in der Altstadt die Moscheen und gehen anschließend im „Teepark" Essen. Als wir später bei der Yakutiye Medresesi ankommen, hier haben die Schuhputzer ihr Refugium, wird Chrissi von einem Passanten eingeladen sich die Schuhe putzen zu lassen. Mein Gott, wie die dann glänzen!!! Wir werden noch von französisch-türkischen Touristinnen angesprochen, man sieht uns wohl an, dass wir nicht von hier sind…
Und es geht weiter, das Wetter scheint besser zu werden, doch nur bis zum nächsten Regenguss. Wir planen noch einen Stopp in Altintepe , doch leider ist die Anlage zurzeit geschlossen. Also weiter Richtung Westen. Am späten Nachmittag erreichen wir Sivas, fahren ins Zentrum und suchen nach einem Platz für die Nacht.
Vor dem Geschäft eines Gemüsehändlers finden wir eine ausreichende Parklücke. Nach dem „Einfädeln“ geht Hartmut in den Laden und fragt den Besitzer, ob das hier in Ordnung geht. Stellplatz gefunden!!! Nicht lang danach klopft es am Auto, vor der Tür steht der Händler mit einer Schale frischem Obst zum Nulltarif (noch mal vielen Dank). Später gehen wir ins nahe liegende Zentrum, hier ist noch recht viel Betrieb und in der ehemaligen Karawanserei wird Tee getrunken und Shisha geraucht.

Tkm: 620 Ü: --

Mittwoch, 28.05.2014

Hartmut ist los, um einen Bäcker ausfindig zu machen. Hatten wir in der letzten Stadt noch Glück heißt es jetzt Suchen und der Nase nach. Die Menschen sind alle sehr nett, wenn nur das Sprachproblem nicht wär. Schließlich bekommt er dann irgendwo Pizzabrot, macht nichts, wir wollten ohnehin deftig essen. Nach dem Frühstück bringen wir Necmettin, dem Gemüsehändler, den Teller zurück und kaufen noch bei ihm ein. Leider möchte er kein Geld dafür, wir sehen zum Glück auf dem Tresen eine Spendenbüchse, in die wir einige Türkische Lira stecken und verabschieden uns. Nach Westen, bis nach Ankara sind es „nur“ 400 km, also los.
Schier endlos sind die durchschnittlich sehr guten Strassen. Es zieht sich, zwischendurch halten wir in den Bergen an einer Quelle, die neben der Strasse aus einer Rohrleitung sprudelt. Trinkwasser oder nicht. Hartmut versucht sich mit einigen Vorbeifahrenden per Handzeichen zu verständigen, ob das Wasser genießbar ist. (Wir leben noch!!!) Wir umrunden die Hauptstadt Ankara auf dem Highway und sehen in der Ferne die Skyline.
Nach reichlichen Kilometern laufen wir in Kicilcahamam ein und machen einen Stopp an der Tankstelle. Hier wird man betankt und als der Tankwart bemerkt, dass wir Deutsche sind, schickt er seinen Kollegen, um seinen Chef Ahmed zu holen. Der kommt freudestrahlend auf uns zu und begrüßt uns in bestem Englisch (hat eine Zeit in London gelebt). Nun müssen wir seine Freunde kennen lernen, mit denen er auf der Terrasse des angrenzenden Cafes sitzt. Seine Mitarbeiter waschen derweil unsere EMMA (für null, danke Ahmed!) Später fährt er mit seinem Wagen voraus durch die Stadt zum darüber liegenden „Recreationspark“. Hier können wir seiner Meinung nach gut übernachten. Er zeigt uns noch seinen Lieblingsplatz, wir machen Bilder und entschließen uns dann doch, weiter zum nächsten CP zu fahren, (Nicht böse sein, Ahmed!)
Der CP kommt dann, obwohl wir schon gar nicht mehr damit rechnen, Schön gelegen, ein kleiner Teich, schade, dass die Dusche nicht so recht abfließen will, aber na ja…
Tkm: 560 Ü: 13 Euro

Donnerstag, 29.05.2014

Heute lacht die Sonne von ganzem Herzen und wir können mal wieder draußen frühstücken.
Bald dann starten wir und sind nach wenigen Kilometern wieder auf der “Hinstrecke“. Zwischen Gerede und Bolu überqueren wir den Fakidar Gecidi Pass (1050m) und sind im Anflug auf den Moloch Istanbul, diesmal mit „kleiner“ Stadtbesichtigung.
Ein bisschen mulmig ist Hartmut schon als wir den Highway verlassen und uns dem Zentrum nähern. Jetzt "nur" noch einen Parkplatz finden und das ist gar nicht so einfach. Man muss auch mal Glück haben, noch mal vor und zurück, unsere EMMA steht ca. 500 m entfernt von den Hauptattraktionen der Stadt. Wir hatten schon bei der Annäherung an die Stadt die Klimaanlage eingeschaltet und jetzt beim Aussteigen erschlägt es uns fast. Hitze ist kein Ausdruck. Zu Fuß bis zur Hagia Sophia und zur Blauen Moschee, Menschenmassen ohne Ende, ist ja auch logisch!!!
Wir lassen das Treiben auf uns wirken, essen noch einen leidlich leckeren Döner und kehren zum Wagen zurück. Wegfahren geht nicht, man hat uns zugeparkt. „Kein Problem“ spricht uns eine junge deutsche Frau an und sagt, dass der Fahrer sicher gleich zurück sein wird (macht er dann auch!). Sie ist vor anderthalb Jahren nach Istanbul gegangen und hat eine Modefirma gegründet (netmoda.com) und lebt hier. Schade, dass wir nicht länger bleiben, meint sie, denn es gäbe in der Stadt so viele schöne Plätze abseits der Touristenströme, die man sich ansehen sollte…(Istanbul, wir kommen wieder!) Zwei Stunden brauchen wir noch, um aus der Stadt heraus zu kommen. Erstaunt sind wir über die öffentlichen Verkehrsmittel, es gibt hier den Metrobus, der auf dem Mittelstreifen zwischen den Autobahnspuren im Fünfminutentakt verkehrt.
Endlich erreichen wir „unseren“ CP, Zunächst noch ist der Abend lau, doch Sturm zieht auf und in der Nacht mit Regen über uns, Am nächsten Morgen ist Kühle angesagt.
Tkm: 410 Ü: 20 Euro

Freitag, 30.05.2014

Heute hat Chrissi Geburtstag, Alles Gute!!! Frühstück mit Hundefütterung, aufklaren. Ismet, the caretaker meldet sich bei uns ab: Ismet goes Istanbul. Nicht lang danach sind auch wir wieder auf der Piste Richtung Heimat. Auf der Schnellstrasse geht es nach Edirne, Bislang verwöhnt uns das Wetter, als wir in der Stadt sind, regnet es so stark, dass das Wasser aus den Kanälen hoch gedrückt wird. Es gibt noch ein Mittagessen und dann geht’s auch schon weiter. Mittlerweile fahren wir die Strecke zum zweiten Mal und kommen flott voran. Der Versuch, den CP am Iskarsee anzusteuern schlägt fehl, da wir die Ausfahrt verpassen und entsprechend umzukehren ohne genau zu wissen was einen erwartet, nee danke.
Also weiter, wieder an Plovdiv vorbei bis zur bulgarischen Hauptstadt, hier wieder Übernachtung auf dem „TIR Parking Sofia“ mit Essen im dazugehörigen Restaurant. Nicht lange danach liegen wir in der Koje.
Tkm: 500 Ü: 3 Euro

Samstag, 31.05.2014

Schon früh sind wir wieder auf Tour und nach nicht allzu langer Fahrzeit erreichen wir die Grenze zu Serbien. Ziel soll heute Szeged sein. Erstmal noch „Bundesstrasse“, bevor wir zur Autobahn gelangen und dann Stau in einer Baustelle bei Obrenovace, der kostet uns eine gute Stunde. Es zieht sich durch Serbien und man kann immer noch Spuren des Hochwassers erkennen.
Wir nähern uns der Ungarischen Grenze und werden von einem deutschen Fahrzeug überholt, drei junge Männer sitzen darin. Auf Grund des nun vor uns liegenden Wiedereintritts in die EU dauert der Grenzvorgang länger und so hat sich eine mehrere Kilometer lange Schlange gebildet.

Die jungen Männer, so erfahren wir am offenen Fenster, kommen vom Hochwasser-Hilfseinsatz aus Serbien und sind auch auf dem Rückweg. Zum Glück liegt Szeged gleich hinter der Grenze und so fahren wir ins Zentrum um auf dem, wie wir jetzt herausgefunden haben, am Theißufer gelegenen CP zu übernachten (warum wir den vorher nicht auf Plan hatten???).
Wir gehen noch mal in die Stadt und kehren in einem netten Restaurant in der Innenstadt ein und haben lecker Essen. Auf dem Rückweg kommen wir an der „Disco“ vorbei und haben noch die halbe Nacht etwas davon…
Tkm: 640 Ü: 17 Euro

Sonntag, 01.06.2014
Kleine Richtungsänderung, auf Landstrassen geht es zum Balaton. In Siofok machen wir einen Spaziergang durch das Zentrum und zum Wasser. (Tourismus-Hochburg, zum Glück ist noch Vorsaison).
Zum Übernachten ist es hier aber nicht und so fahren wir weiter nach Balatonszemes. Hier finden wir einen guten CP am Yachthafen und als wir an einem Restaurant vorbeigehen, kommen wir mit einem holländischen Ehepaar ins Gespräch. Während wir essen, erzählen sie uns, dass sie schon an den Balaton fuhren als ihre Kinder noch klein waren.

Nach einem reichlichen Verdauungsspaziergang kehren wir zu unserer EMMA zurück. Da die Temperaturen sehr mild sind, glauben die Mücken uns mit ihrem Schlüpfen einen großen Gefallen zu tun. Schnell sind wir im Wagen verschwunden und am kommenden Morgen ist der Spuk zum Glück vorbei.
Tkm: 270 Ü: 12,50 Euro

Montag, 02.06.2014

Gemütlicher Aufbruch, Frühstück zum Glück ohne Mücken. Weiter gen Heimat. Nach Ungarn steht uns nun die Slowakei bevor.
Als wir in die Slowakei hineinfahren, bemerken wir, dass wir keine Vignette haben. Doch als sich der Gedanke gesetzt hat, sind wir auch schon in Tschechien und für dieses Land haben wir eine…
Hier legen wir mal einen Zwischenstopp wegen einer kulinarischen Spezialität ein, Burger bei MCD (nicht wirklich unser Lieblingsessen, aber manchmal muss es eben sein!). Gegen Abend dann laufen wir in Altenburg ein, tanken und suchen den CP am Galgenteich auf.
Einen Spaziergang zum Teich und eine Runde durch die Stadt, bevor wir im „Bergglöckl“ zu Abend essen und uns noch eine Weile mit der Kellnerin unterhalten. Auch kein einfaches Leben, hier in dieser Region.
Tkm: 670 Ü: 20 Euro

Dienstag, 03.06.2014

Gegen 11 Uhr brechen wir zu einer „größeren“ Wanderung auf. Als erstes gehen wir runter ins Städtchen und suchen nach dem Bergbaumuseum. Just als wir das erreichen, schickt uns die Kassiererin zum „Mundloch“, denn da hat gerade eine Führung begonnen.
Eine junge Frau führt uns in die Geheimnisse des vergangenen Pingen-Bergbaus ein. Wie wir dann noch erfahren, macht sie hier ihr freiwilliges ökologisches Jahr und das, so wie wir meinen, sehr gut… Anschließend das Museum und dann geht es hinauf über die Bergwiesen zum Louisen-Turm mit herrlicher Aussicht auf die Umgebung.
Nach einer zünftigen Brotzeit in der „Geisingbergbaude“ machen wir uns auf den Rückweg, tätigen noch ein paar Einkäufe im Ort und fallen abends müde in unser Bett.
Tkm: -- Ü: 20 Euro

Mittwoch, 04.06.2014


Start zur letzten Fahrt in die Heimat. Durch das Erzgebirge kommen wir nach Glashütte, sehen uns im Ort um und staunen über die ielen Uhrengeschäfte.
Freiberg liegt als nächste Stadt an unserem Wege. In der Stadt sehen wir uns bei einem Spaziergang um. Sind beeindruckt über Dom, Schloss, Theater usw. schmuckes Städtchen.
Gegen achtzehn Uhr laufen wir in Goslar ein, das Ende der beinah vierwöchigen Reise ist erreicht.
Tkm: 350 Ü: --

Fazit: Wir wollen wiederkommen!

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